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Ein junger Mann steht im Gang einer U - Bahn Station und spielt auf einer Geige. Menschen hasten an ihm vorbei. Einer wirft ihm eine Münze in den Geigenkasten. Ein anderer bleibt stehen, hört zu, blickt auf seine Uhr, geht weiter. Eltern mit Kindern passieren. Einige Kinder wollen stehen bleiben, aber die Eltern drängen sie zum Weitergehen.

Das passierte am Morgen des 12. Januar 2007 in Washington DC und wäre nichts Besonderes gewesen, wenn der Musikant nicht Joshua Bell und die Geige nicht seine Stradivari-Violine gewesen wäre, die Bell 2001 für 4 Millionen Dollar erworben hat.

Das Experiment wurde mit einer versteckten Kamera aufgezeichnet. Bell spielte eine knappe dreiviertel Stunde, etwa 1.100 Personen, gingen an ihm vorbei, knapp 10 Personen sind stehengeblieben, von einer Person ist Bell erkannt worden. In der Zeit haben die Menschen insgesamt 32 Dollar in Bell’s Geigenkasten geworfen. 20 Dollar bekam er von der Person, die ihn erkannt hatte.

Was geht sonst noch alles so im Alltagstrott an uns vorbei? Und damit meine ich nicht nur das Schöne und Aufregende und die Gelegenheiten, die die Welt uns zu bieten hat, sondern auch die Schätze, die in jedem von uns stecken und darauf wartet offengelegt zu werden!

Achtsamkeit ist in den letzten Jahren richtig in Mode gekommen. Dabei ist der Begriff schon über 2500 Jahren bekannt und wurde von Buddha in seiner Lehrrede zur Achtsamkeit ausführlich behandelt.


Achtsamkeit ist für die Psyche, was Waschen für den Körper ist. Sie ziehen Ihre Aufmerksamkeit auf sich selbst, im hier und jetzt, ohne jede Wertung, ohne Gedanken an Vergangenes oder die Zukunft. Es ist ein Ankommen bei sich selbst, in der eigene Mitte um innere Ruhe und Gelassenheit zu erfahren: Körper, Geist, Gefühle und Sinne!


Meditieren ist mit Achtsamkeit verbunden, allerdings kann man auch achtsam sein, ohne zu meditieren.